Montag, 5.10. Gedenkveranstaltung an Eleonore Prochaska

Zeichnung von Eleonore Prochaska
© Stiftung Großes Waisenhaus zu Potsdam

Erinnern an Eleonore Prochaska 

Am 05. Oktober 2026 laden die Waisenhaus-Stiftung zusammen mit dem Potsdam Museum sowie dem Arbeitskreis Militärgeschichte im Förderverein des Potsdam-Museums e.V. die Potsdamer Stadtgesellschaft ein, an Eleonore Prochaska zu erinnern. 

Termin und Ort:
Montag, 5. Oktober 2026, 16:00-17:00 Uhr 
Stiftung Großes Waisenhaus zu Potsdam, 
Lindenstraße 34a, 14467 Potsdam

Am 05. Oktober 1813 starb die 28-jährige Eleonore Prochaska aus Potsdam an ihrer Verwundung aus der Schlacht an der Göhrde. 
Sie gehört zu den bekanntesten Personen aus der Stadtgeschichte Potsdams. Nur wenig ist aus ihrem Leben belegt. Zu den Tatsachen gehört, dass Eleonore Prochaska mit ihren Geschwistern ab 1794 im Großen Militärwaisenhaus zu Potsdam erzogen wurde. Nach ihrer Konfirmation im Oktober 1797 verließ sie die Erziehungsanstalt. 

In Männerkleidung nahm sie unter dem Namen August Renz als Lützower Jäger am Kampf zur Befreiung Deutschlands von der napoleonischen Fremdherrschaft teil.  

Ihr Tod 1813 ist der Beginn vielfältiger Erzählungen und Mythen. Jede Zeit nutzte ihr Andenken mit einer eigenen Deutung. Prochaska wurde Projektionsfläche für politische Ideologien und gesellschaftliche Erwartungen an Frauen. Seit 1993 erinnert eine Gedenktafel am Gebäude in der Lindenstraße an ihre Jahre im Waisenhaus. Bereits seit 1889 steht eine Gedenksäule auf dem Alten Friedhof.

Das Waisenhaus-Museum ist am 05.10.2026 von 10:00–15:30 Uhr geöffnet.


Hintergrund zur Stiftung Großes Waisenhaus zu Potsdam 

Die Waisenhaus-Stiftung fördert Projekte, die junge Menschen im Land Brandenburg begleiten, sich zu weltoffenen und toleranten, selbstbewussten und verantwortlichen Persönlichkeiten zu entwickeln. Die Stiftung Großes Waisenhaus zu Potsdam ist eine Stiftung des öffentlichen Rechts und mit über 300 Jahren eine der ältesten sozialen Stiftungen Brandenburgs. Spenden für diese Arbeit sind willkommen.

Das Gebäudeensemble wurde von Friedrich Wilhelm I. in den Jahren 1722 bis 1724 als Erziehungs- und Ausbildungsstätte für Soldatenkinder und Militärwaisen errichtet. Der königliche Baumeister Carl Philipp Christian von Gontard schuf hieraus von 1771-1778 eine große repräsentative Vierflügelanlage unter steilen Mansardendächern. Der Gestaltungshöhepunkt ist ein Rundtempel mit Kuppel (Monopteros) über dem zentralen Treppenturm. Das barocke Gebäudeensemble und die unzähligen Lebenswege des ehemaligen Waisenhauses prägen die Silhouette und die Geschichte Potsdams.