Von März 2025 bis Februar 2026 widmete sich der bekannte Berliner Künstler Christopher Lehmpfuhl auf Einladung unseres Fördervereins dem Alten Markt in Potsdam. Aus verschiedenen Perspektiven und zu verschiedenen Jahreszeiten malte er einen der bekanntesten und schönsten Plätze Deutschlands, der sich in den letzten 80 Jahren in ständiger städtebaulicher Veränderung befand.
Die Ausstellung zeigt einen Werk-Zyklus mit über 30 Ölbildern, Aquarellen, Zeichnungen, Grafiken und hinterleuchteten Glasbildern, in denen sich Lehmpfuhl mit der jüngsten Geschichte und der Gegenwart der Potsdamer Mitte auseinandergesetzt hat.
Zur Ausstellung erscheinen ein Katalog (80 Seiten, 20 Euro im Museumsshop) und eine limitierte, nummerierte und signierte Vorzugsausgabe des Kataloges mit einer signierten Druckgrafik des Künstlers (100 Exemplare, 200 Euro nur online erhältlich).
Die Ausstellung ist ein Projekt des Fördervereins des Potsdam Museums in Kooperation mit KORNFELD Galerie Berlin und dem Potsdam Museum. Kuratiert wurde die Ausstellung von Dr. Tilman Treusch, Kunsthistoriker und Direktor der KORNFELD Galerie Berlin.
Christopher Lehmpfuhl (geb. 1972 in Berlin) studierte nach dem Abitur von 1992 bis 1998 freie Malerei an der Hochschule der Künste Berlin (heute Universität der Künste Berlin) in der Klasse von Professor Klaus Fußmann, dessen Meisterschüler er 1998 wurde. Er zählt heute zu den bedeutendsten zeitgenössischen Plein-Air-Malern Deutschlands und erhielt im Laufe seiner künstlerischen Karriere zahlreiche Auszeichnungen. Seine sehr pastose, fast reliefartige Plein-Air-Malerei, die in Anlehnung
an die deutschen und die französischen Impressionisten entsteht, verschaffte ihm international Anerkennung und führte ihn auf Mal- und Studienreisen in zahlreiche Länder. In seiner Heimatstadt Berlin hat er seinen bislang größten Zyklus vom Rückbau des Palastes der Republik und Aufbau des Stadtschlosses in über 140 Großformaten dokumentiert. Lehmpfuhl ist in zahlreichen namhaften Kunstsammlungen vertreten, wie der Sammlung Würth, der Sammlung des Deutschen Bundestags und der Kunstsammlung Rudi Bindella.
- Mehr zur Malweise von Christopher Lehmpfuhl
Christopher Lehmpfuhls Werke entstehen direkt vor dem Motiv. Der Künstler bringt seine Leinwände in die Landschaft oder in den Stadtraum und reagiert mit seiner Malerei unmittelbar auf das, was ihn umgibt. Mit bloßen Händen trägt er die Ölfarben pastos auf und übersetzt das, was er sieht und fühlt, in eine dichte, körperliche Malerei. Diese sinnliche Direktheit prägt seine Bilder, in denen sich visuelle Eindrücke und atmosphärische Erfahrungen zu einer unverwechselbaren, haptischen Präsenz verdichten.
Neben der Ölmalerei machte sich Lehmpfuhl auch einen Namen als Aquarellist, Grafiker und Glaskünstler. Dieses vielseitige Schaffen und der Entstehungsprozess seiner Werke werden in der Ausstellung unmittelbar erlebbar.
- Filme zur Entstehung der Bilder
Christopher Lehmpfuhl malte am Alten Markt in Potsdam
Der schwierige Weg zum Bild – Christopher Lehmpfuhl auf der Nikolaikirche
Christopher Lehmpfuhl – Making of St. Nikolai
- Presseberichte
Märkische Allgemeine Zeitung v. 20.04.2025
"Lehmpfuhls Art zu arbeiten, ist in vielerlei Hinsicht sinnlich. Er malt ausschließlich draußen, ganz in der Tradition der Impressionisten wie Monet und Pissarro, die aber vor allem Landschaften mit all ihren Lichteindrücken eingefangen haben. [...] Im Licht sieht der gläubige Christ Christopher Lehmpfuhl auch ein Hoffnungssymbol. In der aktuellen politischen Weltlage brauche es solche Quellen der Zuversicht. ‚Irgendwo ist immer Licht, man muss es nur finden.‘ “
(Milena Wurmstädt)Potsdamer Neueste Nachrichten v. 23.04.2026
„Welche Farben hat der Alte Markt?
Auf jeden Fall Ocker und dann aber auch Rottöne, Kupfertöne, Beige und Goldgelb. Es gibt einige Gold-Elemente an den Gebäuden. Und so richtig schön ist dieser leichte Rotton vom Boden. Das macht es gleich warm. Die Farben der Gebäude funktionieren sehr gut am Platz. Da fällt wirklich nichts raus. Funktioniert auch als Bild.“
(Christopher Lehmpfuhl im Interview mit Tabea Hamperl)Potsdamer Neueste Nachrichten v. 28.05.2026
„Der Berliner Maler Christopher Lehmpfuhl geht mit Farbe um, als wäre sie Skulptur. Er trägt sie mit Händen auf, wühlt sich tief hinein und trägt sie zentimeterdick auf. Fast hat man den Eindruck: Er wirft sie auf die Leinwand, in wohlüberlegten Bewegungen. […] Er gibt dem städtischen Raum durch seine pastose Kraft, die leuchtenden Farben den Hauch des Überzeitlichen.“
(Lena Schneider)Märkische Allgemeine Zeitung v. 30.05.2026
„Ein Bild mit sichtbarer Struktur, entstanden durch dick aufgetragene Farbe und die Arbeit mit den Fingern. Christopher Lehmpfuhl spricht vom „Mousse-au-Chocolat“-Effekt. Das Motiv: der Alte Markt in Potsdams Innenstadt, impressionistisch in seiner eigenen Bildsprache interpretiert.“
(Tim R. Hartmann)
- Begleitprogramm
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- Öffnungszeiten | Eintrittspreise | Keine Jacken & Taschen
ÖFFNUNGSZEITEN
DI-SO 10-18 UhrBitte beachten Sie: Das Mitführen von Jacken, Taschen, Rucksäcken in der Ausstellung ist nicht gestattet.
Wir bitten Sie um Verständnis – diese Regel dient dem Schutz der Kunstwerke. Nutzen Sie bitte unsere Schließfächer. Ihr Mobiltelefon und Portemonnaie können Sie gern bei sich führen.
ONLINE-TICKETSEINTRITTSPREISE
6 €, ermäßigt 3 €
Wir empfehlen Ihnen unsere Kombi-Karte für 2 Ausstellungen – Sie können damit ebenfalls die Ausstellung "Platz für Neues? Visionen für den Alten Markt 1945-2025" besuchen:
Kombi-Karte: 9€, ermäßigt 5€
Eintritt frei:
Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre
Schwerbehinderte ab 50% GdB (bei „B“ auch deren Begleitperson)
Gruppen ab 6 Personen:
Einzelpreis 5 €
Jahreskarte Potsdam Museum:
35 € / ermäßigt 25 €
Gilt 1 Jahr ab Ausstellungsdatum für beliebig viel Besuche unserer Ausstellungen. Personengebunden.Ermäßigung erhalten (bei Vorlage eines entsprechenden Nachweises):
Schüler*innen, Azubis, Studierende, Arbeitssuchende, Empfänger*innen von Grundsicherung und Bürgergeld, Schwerbehinderte unter 50% GdB.
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