07.08.2019 | Museumserlebnisse für Menschen mit und ohne Demenz

Ständige Ausstellung © Potsdam Museum, Foto: Kienzle & Oberhammer
Ständige Ausstellung © Potsdam Museum, Foto: Kienzle & Oberhammer
Ständige Ausstellung © Potsdam Museum, Foto: Kienzle & Oberhammer
Öffentliche Führung

Potsdamer Stadtgeschichten

Potsdam ist eine Stadt mit 1.000-jähriger Kulturgeschichte. Die Museumsobjekte sind unterschiedlicher Art und Zeugnisse verschiedener Strömungen und Einflüsse. In der Führung werden einzelne Schmuckstücke der Sammlung gemeinsam erkundet. Der Museumsbesuch klingt mit einer Gesprächsrunde bei Kaffee und Kuchen aus.

Kosten: 10 Euro inklusive Eintritt, Kaffee und Kuchen

Telefonische Buchung: 0162 819 28 52
E-Mail: erlebnismuseum.brandenburg@gmx.de
Für Gruppen können auch individuelle Termine vereinbart werden.

Vier Museen der Potsdamer Innenstadt haben sich zu einem besonderen Projekt zusammengeschlossen und bieten ab sofort bis zum Ende des Jahres Museumsbesuche für Menschen mit Demenz und ihre Begleitung an. Dabei werden verschiedene Themen aus Kunst, Kultur, Film, Geschichte und Natur anschaulich vermittelt. Mit dabei sind das Filmmuseum, das Museum Barberini, das Naturkundemuseum Potsdam und das Potsdam Museum-Forum für Kunst und Geschichte.

Ein Museumsbesuch bildet für Menschen mit Demenz und auch für ihre begleitenden Angehörigen einen außergewöhnlichen Höhepunkt in ihrem Alltag, der durch die Krankheit oft sehr eng geworden ist. Der Besuch der Ausstellungen wird von zwei fachkundigen Referentinnen angeleitet bzw. begleitet. Auf dem Rundgang werden ausgewählte Exponate der Museen mithilfe verschiedener Materialien auf sinnliche Weise erfahrbar gemacht. Die Ausstellungsstücke werden nicht nur mit Worten beschrieben, sondern können durch Hören, Fühlen oder Riechen vielfältig erlebt werden. Ziel ist es, dadurch alte Erinnerungen zu wecken, an Erfahrungen und Gefühle anzuknüpfen, um dadurch emotionale Brücken entstehen zu lassen. Somit trägt diese wichtige „Erinnerungsarbeit“ entscheidend zur Verbesserung der Lebensqualität bei. Auch pflegende Angehörige empfinden den Ausflug und das gemeinsame kulturelle Erlebnis jenseits des Alltags oft als eine Bereicherung. Eine ebenso wichtige Rolle spielt das aktive Miteinander. Gemeinsame Gespräche im Anschluss an eine solche Führung, bei Kaffee und Kuchen oder mit Anleitung zum eigenen kreativen Schaffen sind ein unverzichtbarer Teil der Veranstaltungen. Diese Begegnungen und Erlebnisse wirken bei allen Beteiligten noch lange nach.

Alle Veranstaltungen dauern 1,5 bis 2 Stunden und beginnen mit dem „Ankommen“ im Museum. Die Gäste haben Zeit, sich an die Umgebung zu gewöhnen. Dann beginnt der Rundgang im Museum. Über ausgesuchte Objekte kommen alle gemeinsam ins Gespräch. Tiere und Pflanzen, Filme, Lieder, Farben und Formen von Kunstwerken werden gemeinsam betrachtet, gefühlt, gehört, gerochen. Zwei ausgebildete Kunst- und Kulturhistorikerinnen, die sich auf diese Zielgruppe fachlich spezialisiert haben, führen durch die Veranstaltungen.

Die Veranstaltungen finden abwechselnd in den beteiligten Museen zu festen Terminen statt. Alle Termine sind im Flyer der Veranstaltungsreihe zu finden, der auch digital verschickt werden kann. Auf Anfrage können für Gruppen auch individuelle Termine vereinbart werden.