PETER ROHN. Welt in Hell und Dunkel“ | Malerei, Grafik und Fotografie

Retrospektive für einen der bekanntesten Potsdamer Künstler
Samstag, 5. November 2022 - 12:00 bis Sonntag, 4. Juni 2023 - 18:00
Peter Rohn im Atelier, 2022 (Foto: Michael Lüder)
Peter Rohn im Atelier, 2022 (Foto: Michael Lüder)
Peter Rohn im Atelier, 2022 (Foto: Michael Lüder)

Der Landschaftsmaler, Porträtist und Chronist Peter Rohn prägt seit gut 60 Jahren malerisch und fotografisch das Gesicht der Stadt – und macht so auch ihren geschichtlichen Wandel mit allen Brüchen sichtbar. Peter Rohn versteht seine Arbeiten als zeitdokumentarische und bewahrende Schilderungen. Aus der Position des stillen Beobachters heraus erzählt er das alltägliche Mit- und Nebeneinander der Menschen. Dabei hält er die vorübergehenden Augenblicke des Gegenwärtigen auf feine, lyrische Weise fest.

1934 in Dresden geboren, studierte Peter Rohn von 1953 bis 1956 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig – u.a. bei Bernhard Heisig, einem der wichtigsten Vertreter der Leipziger Schule. Von 1956 bis 1958 wechselte Rohn an die Hochschule für Bildende Kunst Dresden, um seiner ausgesprochenen Vorliebe für die Malerei nachzugehen. Seit 1960 lebt und arbeitet er als freischaffender Künstler in Potsdam.

Als bekennender gegenständlicher Maler bleibt er sich in all den Jahren selbst treu. Keine Anpassung, kein Anbiedern zu DDR-Zeiten oder danach – weder als Person, noch mit seinem Werk.

„Ich bin nicht Ost oder West. Ich bin dazwischen.“ Peter Rohn

Scheinbar wie ein roter Faden durchzieht die Beschäftigung mit dem Kontrast von Tages- und Nachtansichten das Gesamtwerk Rohns. Das zeigt die Ausstellung – und verleiht ihr den Titel „Die Welt in Hell und Dunkel“.

Mit 96 Arbeiten der Malerei, Grafik und Fotografie bildet die Werkschau die 60 Schaffensjahre des Künstlers gleichgewichtig ab und gliedert sich dabei in drei Bereiche: Aus der Schaffensphase von 1958 bis 1989 sind Gemälde, farbige Arbeiten auf Papier, Druckgrafiken, Collagen und Handzeichnungen zu sehen. Die Wende-Monate vom 9. November 1989 bis Ende Februar 1990 hat der Künstler in Fotografien dokumentiert. Und für die Jahre 1991 bis 2020 steht die Malerei im Vordergrund, welches das Spätwerk vorstellt.

Aus den Ausstellungsräumen führt eine „digitale Brücke“ in den Potsdamer Stadtraum hinein, der Peter Rohn motivisch immer wieder aufs Neue inspirierte. Die in seinen Arbeiten abgebildeten Orte oder Gebäude können virtuell – über QR-Codes – mit weiteren Ansichten und Informationen besucht werden.

„Die Bilder Peter Rohns prägen mit suggestiver Präzision Erinnerung. Und sie erzählen gegen den Strich.“ Märkische Oderzeitung, 03.11.2022

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Eintritt: 5 EUR, ermäßigt: 3 EUR | Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre, frei

Neben dem Sammlungsbestand des Potsdam Museums, werden Werke aus dem Besitz des Künstlers selbst sowie von überregionalen öffentlichen und privaten Leihgebern gezeigt. Das Potsdam Museum dankt dem Künstler Peter Rohn für seine großzügigen Leihgaben und für das dem Haus entgegengebrachte Vertrauen in die museale Aufbereitung seiner Arbeiten. Dank gilt auch den privaten und öffentlichen Leihgebern.

Kuratiert wurde die Ausstellung von Dr. Jutta Götzmann, Direktorin des Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte und Dr. Hendrikje Warmt, Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums. Die Objekt- und Bildrecherche sowie die koordinierenden Tätigkeiten lagen in der Verantwortung der wissenschaftlichen Volontärin Julia Sassen. Das Basiskonzept zur Ausstellung entwickelte Thomas Kumlehn.

MIT PETER ROHN DURCH POTSDAM!

Exponate
Peter Rohn, Dacharbeiten im Regen, 2010 © Peter Rohn, Foto: Harald Hirsch

Peter Rohn, Dacharbeiten im Regen

Peter Rohn, Schleuse in Brandenburg an der Havel

Peter Rohn, Grenzbereiche