Gehöft in der Kolonie Alexandrowka

Kommen und Bleiben | 1685 - 2013

Ludwig Erhard Lütke junior
1828
Lithografie

Die romantisch wirkende Ansicht der russischen Kolonie Alexandrowka im Norden Potsdams verdeutlicht nicht, dass an dieser Stelle 1827 die ersten russischen Bewohner auf königlichem Befehl angesiedelt wurden. Als architektonisches Denkmal der Freundschaft zwischen dem preußischen König Friedrich Wilhelm III. und dem russischen Zaren Alexander I. entstanden, steht diese Kolonie für eine besondere Form der Zwangsmigration.
Als „Geschenk“ des russischen Zaren an Friedrich Wilhelm I. wurden groß gewachsene Russen als Gegengabe für das Bernsteinzimmer zum Regiment der „Langen Kerls“ hinzugefügt. Der König sah es dabei als dringlich an, dass die Möglichkeit zur Ausübung der jeweiligen Religion gegeben war. So ließ er 1734 auch eine russisch-ortodoxe Kirche für die rund 300 Soldaten in Potsdam errichten.

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