223 | STEFAN PLENKERS

Innenräume | Orte zwischen Privatem und Öffentlichkeit

Bar, 1983
Aquatinta, Radierung
© VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Michael Lüder

 „Ein gutes Bild muß einfach sein Geheimnis haben und auch bewahren.“[1] Mit diesen Worten verwehrt Stefan Plenkers sich vor einer allzu intensiven Interpretation seiner Werke. Plenkers hält in ihnen kurze Momente des Alltäglichen künstlerisch fest. Erlebnisse, Dinge und Orte, die ihn beschäftigen dienen als Grundlage für die Umsetzung in Malerei und Grafik. Plenkers konzentriert sich aufs Wesentliche, abstrahiert die Form, um aus der Wirklichkeit eine Bildwirklichkeit zu erschaffen.

Trotz aller Flächigkeit entsteht eine Räumlichkeit. Räume sind wesentlich für seine künstlerische Arbeit. Häufig dargestellt sind u. a. Bars und Kneipen. Allein als Beobachtender betritt man beim Betrachten des Werkes diese Räume aus verschachtelten Perspektiven.

Stefan Plenkers machte nach seinem Abitur 1963 eine zweijährige Lehre als Schriftsetzer und studierte 1967 bis 1972 an der Hochschule für Bildende Kunst Dresden in der Fachrichtung Grafik bei G. Horlbeck und G. Kettner. Von 1973 bis 1975 zog er sich in eine freischaffende Tätigkeit in Bad Muskau und Cottbus zurück, um anschließend als Künstler nach Dresden zurückzukehren und dort zu bleiben.

 

 

[1]Brigitte Rieger-Jähner: Malerei, In: Stefan Plenkers, Malerei. Zeichnungen. Galerie Junge Kunst, Frankfurt (Oder), 21.1. bis 6.3.1988, Galerie am Alten Markt, Potsdam, 20.03. bis 1.5.1988, S. 3.