Platz____für Neues? Visionen für den Alten Markt 1945–2025

SONDERAUSSTELLUNG von 16. Mai bis 25. Oktober 2026

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Hitzige Debatten: Verlust oder Aufbruch
Der Alte Markt, Herzstück Potsdams – einst ein städtebauliches Kleinod im italienischen Stil, das europaweit seinesgleichen suchte. Seit der Zerstörung 1945 wurde um keinen Ort der Stadt so leidenschaftlich gerungen. Die Vorstellungen reichten von gegensätzlichen Visionen bis zu kontroversen Debatten vor und nach 1990. Dennoch blieb der Platz lange Zeit Brache, Parkplatz, Grünfläche oder Baustelle.

Treten Sie ein in die Ateliers der Stadtplanung
Erleben Sie an Werkstatttischen acht Jahrzehnte Planung hautnah: Breiten Sie Architekturzeichnungen aus, entdecken Sie Details und entwickeln Sie Ihre eigene Sicht auf den Alten Markt.
Historische Modelle zeigen, wie die Stadt gedacht wurde. Fotografien und ein Zeitstrahl dokumentieren, wie sie sich tatsächlich entwickelte. Künstlerische Arbeiten verdichten Eindrücke und Perspektiven, filmische Interviews geben den Beteiligten eine Stimme.

Wie viel Vergangenheit braucht die Stadt von morgen?
Entdecken Sie ein Kaleidoskop von Stadtgeschichten und Visionen, die den Alten Markt seit 1945 geprägt haben – bis hin zu aktuellen Diskussionen um Klimaanpassung und zukünftige Nutzung.

Mehr Details zur Ausstellung

Der Alte Markt – Herzstück Potsdams und seit jeher Projektionsfläche für große Ideen. 

Einst die belebte Mitte Potsdams, war der historische Alte Markt ein städtebauliches Kleinod im italienischen Stil, das europaweit seinesgleichen suchte. 

Seit seiner Zerstörung 1945 wurde in den vergangenen 80 Jahren um kaum einen Platz so leidenschaftlich gerungen. Die Vorstellungen verkörperten meist diametral entgegengesetzte Positionen – in der DDR ebenso wie im vereinten Deutschland. Dabei war der Platz über weite Strecken hinweg Brache, Parkplatz, Grünfläche oder Baustelle.

Die historische Gestalt bleibt bis heute für viele die einzig vorstellbare Form, andere favorisierten Pläne, die beispielsweise mit den gegebenen (DDR-)Gebäuden arbeiteten. In jedem Fall erhitzte die Gestalt des Alten Marktes über viele Jahrzehnte die Gemüter der Stadtbevölkerung.

Die Ausstellung zeigt den Alten Markt im Wandel der Zeit – anhand historischer Pläne, Fotografien und Modelle. Sie veranschaulicht politische, gesellschaftliche und städtebauliche Visionen, die den Alten Markt seit 1945 geprägt haben – bis hin zu aktuellen Diskussionen um Klimaanpassung und zukünftige Nutzung.

Presseberichte

rbb Radio3
"Es sind eine erstaunliche Fülle von wirklich großartigen Modellen zu sehen. [...] deswegen lohnt es sich alleine schon hinzufahren. Das Ganze wird dann bereichert durch sehr, sehr viele Fotografien [...] und auch eine große Anzahl von sehr interessanten Gemälden." (Nikolaus Bernau)
Hier anhören.

Märkische Allgemeine Zeitung
"Wer Visionen hat, sollte ins Potsdam-Museum gehen. [...] Die Ausstellung thematisiert den zentralen Streit der Potsdamer Stadtentwicklung der vergangenen Jahrzehnte: Wie soll das alte Stadtzentrum nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut werden? [...]
Die beiden Kuratorinnen Wenke Nitz und Uta Kumlehn haben sich in Archive und Kunstsammlungen begeben, um die unterschiedlichen Antworten auf diese Frage zu bündeln. Das Ergebnis ist eine Chronologie des Streits um die Mitte Potsdams, erzählt anhand von Kunstwerken, Architekturentwürfen und 3-D-Modellen." (Peter Degener)

Potsdamer Neueste Nachrichten
"Die Ausstellung zeigt, wie groß die Träume waren. [...] Die Liebe zum Detail hat zum Teil etwas von sympathischer Zettelwirtschaft. Zitate, Fotos, Zeitungsartikel und sogar jenes Telegramm, mit dem 15 Ingenieure und Architekten des VEB Hochbau-Projektierung bei Wilhelm Pieck persönlich 1959 gegen die Sprengung der Garnisonkirchreste protestierten: Alles ist auf Reißbretter gepinnt. Nichts in der Ausstellung tut so, als wäre es für die Ewigkeit. Die aus heutiger Sicht teils irrwitzig pompös wirkenden Zukunftspläne der Vergangenheit hingegen schon. [...] 
Selten hat das Postdam Museum seinem Doppelnamen "Forum für Kunst und Geschichte" innerhalb einer Ausstellung so viel Ehre gemacht. [...]
„Platz für Neues?“ ist eine Ausstellung, die sehr aufwühlende Fragen ans Heute stellt, nicht nur auf der großen Kommentarfläche in freundlichem Minzgrün am Ausgang." (Lena Schneider)

rbb TV Kultur. Das Magazin
"Am Anfang dieser Ausstellung trifft man auf Scherben und Überbleibsel aus Glas und Porzellan – sie stehen für ein Inferno. [...] Sieben Wettbewerbe zu Gestaltung des Alten Marktes und Umgebung gibt es in DDR-Zeiten – umgesetzt wird kaum etwas. "Das eine ist der immerwährende Mangel an allem. Baumaterial, Geld, Arbeitskräfte. Und dann ist es auch der Stadtplanung der DDR geschuldet, die – Planwirtschaft! – durch die verschiedenen Ebenen der Hierarchie sich absichern muss. Bis hin zum ZK der SED wird darüber entschieden, wie Potsdam auszusehen hat." (Dr. Wenke Nitz)" (Steffen Prell)
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rbb Brandenburg Aktuell
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Die Ausstellung wird von Dr. Wenke Nitz, wiss. Mitarbeiterin Historische Sammlung, Schrift und Druck, und Dr. Uta Kumlehn, wiss. Mitarbeiterin Sammlung Bildende Kunst bis 1850 und Angewandte Kunst, kuratiert.

Führungen und Bildvorträge

Alle Angebote finden sie hier.

Öffnungszeiten | Eintrittspreise

ÖFFNUNGSZEITEN
DI-SO & FEIERTAGE 10-18 Uhr

ONLINE-TICKETS

EINTRITTSPREISE
6€, ermäßigt 3€
Wir empfehlen Ihnen unsere Kombi-Karte für 2 Ausstellungen – Sie können damit ebenfalls die Ausstellung "Christopher Lehmpfuhl | Alter Markt Potsdam" besuchen:
Kombi-Karte: 9€, ermäßigt 5€

Eintritt frei: 
Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre
Schwerbehinderte ab 50% GdB (bei „B“ auch deren Begleitperson)

Gruppen ab 6 Personen:
Einzelpreis 5€

Jahreskarte Potsdam Museum:
35€ / ermäßigt 25€
Gilt 1 Jahr ab Ausstellungsdatum für beliebig viel Besuche unserer Ausstellungen. Personengebunden.

Ermäßigung erhalten (bei Vorlage eines entsprechenden Nachweises):
Schüler*innen, Azubis, Studierende, Arbeitssuchende, Empfänger*innen von Grundsicherung und Bürgergeld, Schwerbehinderte unter 50% GdB.