Informationen zum Projekt

Harald Metzkes, Das Finale, 1988, Öl auf Leinwand, © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Michael Lüder
Harald Metzkes, Das Finale, 1988, Öl auf Leinwand, © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Michael Lüder
Harald Metzkes, Das Finale, 1988, Öl auf Leinwand, © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Michael Lüder

Eine Sammlung – viele Perspektiven. Kunst im Dialog von 1900 bis heute

Wir als Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte verstehen uns nicht allein als das Stadtmuseum Potsdams, sondern auch als ein Ort des Diskurses, des Austausches und der Begegnung. Die Ausstellung Eine Sammlung – viele Perspektiven. Kunst im Dialog von 1900 bis heute soll diesem Selbstverständnis in stärkerem Rahmen als bisher nachkommen und die Besucher*innen in den Prozess der Ausstellungsentwicklung aktiv miteinbeziehen.

Wir möchten mit Ihnen gemeinsam unser Museum noch stärker in einen lebendigen Ort in Potsdams historischer Mitte verwandeln. Lernen Sie unser Haus, die umfangreichen Sammlungen und somit das kulturelle Erbe Potsdams näher kennen. Wir brechen die gewohnte Kommunikation in Form von klassischen Vermittlungsformaten auf und gehen neue Wege. Die Idee ist, mit Ihnen, liebe Besucher*innen, nicht nur in stärkere Interaktion zu treten, sondern Sie kuratorisch an unseren Ausstellungen zu beteiligen.

Grundlage dafür bildet das partizipative Projekt Demokuratie, das Sie als Teilnehmer*innen durch die Ermöglichung einer demokratischen Wahl der Ausstellungsstücke quasi zu Kurator*innen macht. Die Auswahl erfolgt aus der Sammlung der Bildenden Kunst und umschließt einen Zeitrahmen von 1900 bis zur Gegenwart – mit einem Fokus auf Gemälde und Grafik. Im Vorfeld wurde aus unserer Kunstsammlung eine Vorabauswahl getroffen und verschiedenen Themenkomplexen zugeordnet. Nach und nach werden wir auf dieser Website diese Themen vorstellen, Hintergrundinformationen liefern, durch Videos und Fotos Einblicke hinter die Kulissen und in die Werke bieten und mit Workshop-ähnlichen Formaten den Dialog mit Ihnen und vielen Kunstinteressierten suchen.

Schließlich sind Sie selbst an der Reihe: bis zum 17.Oktober 2021 haben Sie die Möglichkeit, ein Werk auszuwählen und zu Ihrer Entscheidung ein Statement abzugeben: Was verbinden Sie diesem Bild? Warum gefällt es Ihnen und soll Eingang in die Ausstellung finden? Gibt es bestimmte Ereignisse oder Erinnerungen, die Sie mit diesem Werk verknüpfen? Verbinden Sie das Bild mit ihrer Stadt/Heimat?
Die Werke mit den meisten Stimmen schaffen es im Winter in die Ausstellung. Doch hiermit ist die Zusammenarbeit mit Ihnen noch nicht zu Ende: Während der Laufzeit der Ausstellung ist dann noch einmal Ihre Meinung gefragt.

Ein kurzer Hinweis zum Schluss: für unser Beteiligungsformat verzichten wir auf die distanzierte Höflichkeitsform des „Sie“ und wechseln zum dialogfreudigen „Du“!