"Atlas im Ruhemodus" schläft dauerhadt im Potsdam Museum

Mit Hilfe von 21 privaten Spenderinnen und Spendern und der Bürgschaftsbank Brandenburg konnte der Förderverein des Potsdam Museums heute die Plastik „Atlas im Ruhemodus“ an die Kulturbeigeordnete Noosha Aubel übergeben.

Die satirische Plastik des Potsdamer Künstlers Rainer Sperls nimmt Bezug auf das Alte Rathaus, das seit 2012 Sitz des Potsdam Museums ist. Der ansonsten auf der Kuppel thronende Atlas, der das Himmelsgewölbe auf seinen Schultern trägt, ist nun bei Sperl vom Dach herabgestiegen, hat die goldene Kugel beiseitegelegt und ruht sich – mit dem Weinglas in der Hand – aus.

Rainer Sperl sagt zu seinem Kunstwerk: „Ich wollte mit meiner Arbeit Bezug auf das Haus nehmen, um die Menschen zu erfreuen. Meine Plastik rät allen Menschen zur gelegentlichen Entschleunigung. Mein Atlas ist deswegen im Ruhemodus – ein vorübergehender Dienstverweigerer“.

„Die Plastik, die Rainer Sperl anlässlich der wunderbaren Sonderausstellung ‚weltallerdemensch‘ geschaffen hat, fiel uns als Zaungast der Ausstellungsplanungen sofort ins Auge“, begründet Fördervereinsvorsitzender Markus Wicke seine mit dem ganzen Vorstand geteilte Begeisterung für den ermatteten Titanen. „Nach einem Gespräch mit der Kuratorin Hendrikje Warmt stand die Entscheidung fest, dass wir die Plastik für die Sammlung des Museums erwerben wollten“, so Wicke weiter. Dabei hätte der Förderverein in der Konkurrenz mit einigen privaten Sperl-Sammlern gestanden, die das Werk unbedingt für ihre Sammlung haben wollten, darunter auch Mitglieder des Vereins. „Deshalb freut es uns besonders, dass Rainer Sperl den Atlas an uns verkauft hat und wir von einem der anderen Kauf-Interessenten am Ende sogar eine Spende für den Erwerb bekamen“, so der Fördervereinsvorsitzende. 

„Die Terrakotta-Plastik zeigt das hohe handwerkliche Können und den Ideenreichtum des Plastikers Rainer Sperl sehr deutlich“ betonte Hendrikje Warmt als Kuratorin der noch bis zum 9. Oktober laufenden Sonderausstellung. „Die Besonderheit der vielseitigen Sperl-Objekte besteht aus einer experimentellen Materialkombination, die aus mehrfach gebrannten Terrakotta-Keramiken und der Verwendung von alltäglichen Fundstücken besteht.“

Der Ankauf wurde durch folgende Institutionen und Privatpersonen durch eine Spende unterstützt von:

Elke und Jörg Foth

Michael Metzner

Manfred Friedrich Kolb

Carlo Müller

Bürgschaftsbank Brandenburg GmbH

Dr. Heiner Bröckermann

Beate Skerra

Erika Hemmleb

Evelin Spielhagen

Mathias Muehle

Kerstin Mandl

Marion Laudenbach

Sonja Hahlweg

Dr. Dieter Neumann 

Dr. Günter Kolende

Sabine Redlin

sowie fünf weitere Spenderinnen und Spender