Das besondere Exponat (26)

Heinrich Basedow d. J.
Porträt Christa Heidkamp, 1923
Tempera mit Öllasuren auf Eichenholz
Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte

In der ersten Hälfte der 1920er Jahre fertigte Basedow mehrere Porträts Potsdamer Persönlichkeiten an. Das Bildnis von Christa, Tochter des Verlegers und Kunsthändlers Karl Heidkamp, entstand etwa zeitgleich mit zwei weiteren Porträts aus der Sammlung des Potsdam Museums, den Bildnissen von Museumsmitbegründer und Fayence-Spezialist Dr. Paul Heiland und Johann Rassow, Gattin des Potsdamer Oberstudiendirektors am Viktoria-Gymnasium, Dr. Hermann Rassow (beide in der Ständigen Ausstellung zu sehen). Die Dargestellten erscheinen ähnlich wie Figuren der mittelalterlichen Tafelmalerei vor flachem ornamentalen Hintergrund. In diesem Fall scheint die Porträtierte, schwebend in einem nicht näher definierten Raum, selbst zum Ornament zu werden. 1975 erwarb das Museum das kleinformatige Gemälde aus Potsdamer Privatbesitz. Von Ende September 2018 bis Ende Januar 2019 wird es im Potsdam-Kabinett der Ausstellung „Umkämpfte Wege der Moderne. Wilhelm Schmid und die Novembergruppe“ in unserem Haus zu sehen sein. Dank einer großzügigen Spende des Freundeskreises der Kulturstiftung der Länder im Rahmen der Initiative Kunst auf Lager konnte es vor wenigen Monaten von dem Potsdamer Restaurator Oliver Max Wenske für die Ausstellung restauriert und neu gerahmt werden.

Foto: Michael Lüder

80-909-K