Potsdam. Eine Stadt macht Geschichte

Ständige Ausstellung im Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte

Sind Sie neugierig auf die Geschichte(n) unserer Stadt? Dann besuchen Sie die 2013 eröffnete Ständige Ausstellung des Potsdam Museums. Gut 500 Objekte veranschaulichen auf ca. 800 m² elf Themen der Potsdamer Stadtgeschichte. Erzählt wird nicht streng chronologisch, sondern themenorientiert, bisweilen über mehrere Jahrhunderte hinweg. Welche Entwicklungen, Personen, Beziehungen haben Potsdam seit seiner ersten urkundlichen Erwähnung 993 bis heute geprägt? Ist Potsdam auf seine Rolle als Residenzstadt, als Garnisonstadt zu beschränken? Welche Bedeutung besaß das Bürgertum in Kunst, Kultur und Stadtgestaltung?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen finden Sie in der Ausstellung zur Stadtgeschichte. Als Auftakt dienen die vorsichtigen Anfänge der Potsdamer Geschichte im Mittelalter. Es folgt der Ausbau zur Residenzstadt seit 1660. Stadt und umgebende Landschaft werden durch die Hohenzollern und ihre bürgerlichen Gestalter geformt. Die Manufakturstadt Potsdam mit ihren Luxus- und Gebrauchsgütern, Zuwanderergruppen aus verschiedenen europäischen Gebieten und das Erstarken des bürgerlichen Selbstbewusstseins im 19. Jahrhundert werden ebenso vorgestellt wie die Entwicklung der Stadt als Wissenschaftsstandort.

Besondere Beachtung verdient das Verhältnis von Stadt und Militär, das mit der Erhebung zur Garnisonstadt im Jahre 1713 durch Friedrich Wilhelm I. beginnt und sich bis zum Abzug der sowjetischen Truppen 1994 verfolgen lässt. Ein separater Raum widmet sich der fotografischen Aufzeichnung des Alten Marktes im Zeitverlauf. Bevor abschließend der Bogen in die Gegenwart geschlagen wird, verweist ein Bereich auf die wechselvolle Potsdamer Zeitgeschichte im Zeichen zweier Diktaturen.