14.August 2018, 15 Uhr

Potsdam Museum erhält Schenkung - Arbeiten des Malers Hans Vent (1934 - 2018)

Hans Vent (Ausschnitt), 2017. © Foto: www.holmsohn.com
Hans Vent (Ausschnitt), 2017. © Foto: www.holmsohn.com
Hans Vent (Ausschnitt), 2017. © Foto: www.holmsohn.com

Der Maler und Graphiker Hans Vent, geboren 1934 in Weimar, gestorben 31. Januar 2018 in Berlin, hat ein umfangreiches künstlerisches Werk hinterlassen.
Anlässlich der Übergabe von drei Arbeiten aus seinem Œu­v­re ans Potsdam Museum, am Nachmittag des 14.8. fand ein Gespräch über Kunst und Leben Hans Vents zwischen Christina Renker, Witwe des Künstlers, der Malerin Ulla Walter, unserer Museumsdirektorin Dr. Jutta Götzmann und der Kunsthistorikerin Dr. Liane Burkhardt statt sowie und  es wurde ein Foto-Essay von der Fotografin Gundula Schulze-Eldowy gezeigt.

Hans Vent - Maler und Grafiker:
Bereits während seiner Schulzeit erhielt Hans Vent Mal- und Zeichenunterricht durch seinen Vater, einem Landschaftsmaler. Nach dessen Tod begann er 1948 eine Lehre als Bau- und Dekorationsmaler in Weimar und besuchte Abendkurse, unter anderem bei Ottp Paetz. In Vorbereitung eines geplanten Hochschulstudiums absolvierte Hans Vent 1951/52 ein einjähriges Studium an der Fachschule für Ausbautechnik und schloss dieses als Industriemeister ab, anschließend arbeitet er als Restauratorenvolontär am Schloßmuseum Gotha.

1953 begann er ein Studium der Malerei an der Hochschule für bildende und angwandte Kunst Berlin-Weißensee. Dort wurde er bis 1958 von Toni Mau, Kurt Robbel, Bert Heller und Gabriele Mucci unterrichtet. Ab 1958 war er Mitglied im Verband Bildender Künstler Deutschlands. Da seine Bilder einen zum Teil abstrakten Charakter haben, wurden sie in dieser Zeit oftmals als formalistisch angegriffen. Nach mehreren Wandbildern widmete sich Hans Vent ab den 1970er Jahren ausschließlich der Malerei, Grafik und Keramik. Ab 1975 hatte er einen Lehrauftrag für Malerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee inne. Während einer Indienreise 1977 sammelte er zahlreiche Ideen und Anregungen.

1980 wurden seine Arbeiten im Rahmen der Wanderausstellung Zeitvergleich ausgestellt, die von der Kunstzeitschrift ART, der Galerie Bruberg und dem Kulturministerium der DDR in Westdeutschland organisiert wurde. Eine Reise Vents im Rahmen der Ausstellungsreihe nach München wurde aber kurzfristig abgesagt, nachdem sich Günter Grass in seinem Vorwort zum Katalog der Ausstellung Gedanken über die deutsche Teilung gemacht hatte.

1989 erschien ein Werkverzeichnis seiner Druckgrafik, das von Peter Röske herausgegeben wurde. Seit 1990 war Hans Vent Mitglied der Berliner Akademie der Künste. Er lebte zuletzt in Berlin, wo er Ende Januar 2018 im Alter von 83 Jahren starb.

Hans Vent hat ein umfangreiches künstlerisches Werk hinterlassen. Um dessen Bewahrung und Erschließung zu sichern, wird die Hans-Vent-Stiftung gegründet.